Biographien (Deutsch)

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Das Orpheus Quartett, ein wahrlich internationales Ensemble (Finnisch, Amerikanisch, Holländisch und Rumänisch), wurde bei jedem Musikwettbewerb, an dem es teilnahm, mit dem 1. Preis ausgezeichnet: Beim internationalen Valentino Bucchi-Kammermusikwettbewerb in Rom (1988), beim Karl Klingler-Wettbewerb in München (1990) ebenso wie beim ersten Kammermusikwettbewerb Japans, der 1993 in Osaka durchgeführt wurde, was dem Quartett weltweit zahlreiche Einladungen bescherte.

Nach dem gefeierten USA-Debüt 1997 wurde das in Düsseldorf beheimatete Quartett jährlich zu umfangreichen Konzertreisen in die Vereinigten Staaten eingeladen, wo es u.a. in Los Angeles, San Francisco, Tucson, Indianapolis und Washington konzertierte.

Eines der letzten Konzerte veranlasste das Musikmagazin “The Strad” Magazine zu einer erneuten umfassenden Retrospektive, die das Ensemble in die erste Reihe der internationalen Streichquartette stellt: “Einfach bewundernswert ist der Sinn des Quartetts für Klangfarbe, seine homogene Sicht der Musik und seine ungemeine Fähigkeit, gestalterische Vielfalt und Impetus zugleich zu vermitteln”.

Die Aufnahmen des Quartetts ernten weltweit größtes Lob und Anerkennung der internationalen Presse. In 1993 wurde dem Quartett der Grand Prix du Disque für seine Interpretation von Malipieros acht Streichquartetten, die weltweit erste Einspielung, die beim britischen Label ASV erschien, verliehen. Die Aufnahme von Schuberts C-Dur Streichquintett mit Pieter Wispelwey wurde mit dem Diaposon d’Or ausgezeichnet. Die beim Label Emergo Classics erschienenen Werke des viel zu früh gestorbenen holländischen Komponisten Tristan Keuris wurden 2002 von der Niederländischen Buchgesellschaft als CD der Jahres gewählt. 2009 erscheint ein Live-Mitschnitt eines Konzertes mit Werken von Haydn, Sibelius und Beethoven, das auf von Wolfgang Kury und Karoline Krömmelbein nach Amati-Modellen gebauten modernen Instrumenten gespielt wurde. Gegenwärtig arbeitet das Quartett an der Gesamtaufnahme der W. Bargiel Quartette, die 2015/16 bei CPO erscheinen werden.

Das Orpheus Quartett spielt mit grosser Begeisterung Bögen des meisterhaften französischen Bogenmachers Stéphane Muller, der 2007 eigens für das Ensemble ein Bogen-Quartett nach den “Vier Elementen” fertigte.

Seit vielen Jahren besteht zwischen dem Orpheus Quartett und dem Pianisten Menahem Pressler vom Beaux-Arts Trio eine besondere Freundschaft, die bei zahlreichen Konzerten in Deutschland, Niederlande, Grossbritannien, USA und Kanada besondere musikalische Eindrücke hinterlassen hat. Weitere Partner des Quartettes sind u.a. die Pianisten Homero Francesch, Pavel Gililov, Ralf Gothoni und Ulrich Koella, sowie die Klarinettisten José Luis Estelles und Sharon Kam.

Neben dem Standardrepertoire beschäftigt sich das Orpheus Quartett intensiv mit der Interpretation zeitgenössischer Musik. Mehrere Werke wurden dem Quartett gewidmet oder von ihm selbst in Auftrag gegeben und uraufgeführt.

Die Mitglieder des Quartetts sind Professoren an den Musikhochschulen von Berlin, Essen und Köln und als Ensemble geben sie regelmässige Meisterkurse an der Liceo in Barcelona und wurden erneut an die Musikhochschulen von Zürich und San Sebastian sowie zu zahlreichen Sommerkursen, u.a. Savonlinna Music Academy und Curs International de Musica in Cervera eingeladen.

Emile Cantor Emile Cantor wurde 1955 in Apeldoorn (Niederlande) geboren und begann in seiner Kindheit Violine  zu spielen. Allerdings wechselte er mit 14 Jahren zur Bratsche deren Tonschönheit ihn sehr beeindruckte.

Er studierte am Conservatoire National Superieur de Paris bei Prof. Serge Collot (1922-2015), dessen Spielkultur ihn nachhaltig geprägt hat.

Emile Cantor war als Solo-Bratschist beim Niederländischen Kammerorchester unter Szymon Goldberg und David Zinman, beim Philharmonischen Orchester, Kopenhagen und beim Orchestre National du Capitole de Toulouse unter Michel Plasson tätig. 18 Jahre war er Mitglied der Düsseldorfer Symphoniker und war von 2003 bis April 2013 Solo-Bratschist im Aarhus Symphonie Orchester.

Viele Werke für Bratsche wurden ihm zugeeignet und  von ihm uraufgeführt. Seine solistische Tätigkeit umfasst regelmäßige Auftritte in Europa und den USA, neben dieser Arbeit ist er ein gefragter Pädagoge bei internationalen Meisterkursen in Deutschland, Spanien, Belgien, der Slowakei, der Schweiz,   Dänemarken, Guatemala, Österreich und in Schweden.

An der Folkwang Universität der Künste in Essen leitet er seit 1999 als Professor eine Meisterklasse für Viola. Er war auch Professor an der Royal Academy of Music in Aarhus (bis 2010), ist associated Professor am Conservatori del Liceo in Barcelona und wird ab Oktober 2016 auch in Ljubljana, Slovenien, an der Musik Akademie (Akademija za Glasbo) unterrichten. Cantor wird oft als Jury-Mitglied renommierter Wettbewerbe gefragt, wie beim London String-quartet Competition(2x), Max Rostal Wettbewerb und beim ARD-Wettbewerb (2x).

Zusammen mit dem Pianisten Philippe Terseeler gründete er 1994 die Konzertreihe “Correspondances”, ein Versuch, Litteratur, Architektur und bildende Kunst in einem historischen Kontext mit Musik zu verbinden.

Mark Gothoni stammt aus Finnland. Seine wichtigsten Lehrer waren Ana Chumachenco, Shmuel Ashkenasi und Sandor Vegh.

Nach Preisen bei internationalen Wettbewerben begann seine vielseitige Konzertlaufbahn mit der Auszeichnung “Debüt des Jahres” beim finnischen Jyväskylä Arts Festival.
Als Solist und Kammermusiker machte er sich einen Namen auf allen Kontinenten. Er tritt in den bedeutendsten Sälen wie Berliner Philharmonie, Concertgebouw Amsterdam, Lincoln Center New York, Wigmore Hall London, Kioi Hall Tokyo, sowie auf Musikfestivals von Kuhmo, Finnland bis Casals Festival, Puerto Rico auf.

Er ist erster Geiger des Orpheus Quartets sowie Mitglied des Mozart Piano Quartets, mit dem er beim CD-Label MDG – Dabringhaus&Grimm unter Exklusiv-Vertrag steht.
Er arbeitete auch als Konzertmeister u.a. bei Münchner und Zürcher Kammerorchester und leitete als Musical Director das European Union Chamber Orchestra.
Seine Lehrtätigkeit brachte ihn u.a. an die McGill University in Montreal und Sibelius-Akademie in Helsinki bevor er als Professor für Violine an die Universität der Künste Berlin berufen wurde. Nebenher gibt er Meisterkurse auf der ganzen Welt und leitet die Kammermusikabteilung der Savonlinna Music Academy in Finnland.

Er spielt eine A. Stradivari aus dem Jahr 1709, aus dem Besitz der Universität der Künste Berlin.

Laurentiu Sbarcea (Violoncello) war bereits als Kind Gewinner verschiedener Nachwuchswettbewerbe und studierte am Ciprian Porumbescu Conservatorium in Bukarest in der Klasse von S. Antropov. Nach seinem dortigen Abschluss vervollständigte er seine Studien bei Danil Shaffran in Moskau und Maurice Gendron in Paris. Er ist Preisträger der internationalen Violoncellowettbewerbe in Marktneukirchen und Colmar. Seit 1984 lebt Laurentiu Sbarcea in Deutschland und ist stellvertretender Solocellist bei den Düsseldorfer Symphonikern. Seine kammermusikalischen Partner waren u.a. Pavel Gililov, Martha Argerich und Homero Francesch. Seit mehreren Jahren leitet er eine Violoncelloklasse an der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen und ist außerdem ein gefragter Lehrer bei internationalen Meisterkursen in Spanien, in der Schweiz, in Schweden und Deutschland.

Der Geiger Timothy Summers ist Kodirektor des Charlottesville Chamber Music Festivals, das er 2000 mitbegründete, und er ist 2. Geiger des Orpheus Quartetts.

Regelmäßig spielt er im Mahler Chamber Orchestra, sowohl als Geiger als auch als Bratscher und spielte so unter anderem unter Claudio Abbado, Daniel Harding, und Marc Minkowski. Tim Summers hatte in der Saison 2006/2007 einen Vertrag als 2. Konzertmeister des Aarhus Symfoni Orchesters in Dänemark und spielte als Stimmführer der 2. Geigen im Dänischen Rundfunkorchester und im Royal Philharmonic Orchestra Stockholm. Er wirkte als Konzertmeister des Juilliard Orchestras 1998 und des Spoleto Festival Orchestras 1999 und tourte mit Peter Sellars Opera Company durch Frankreich und Deutschland.
Seine Teilnahme an Musikfestivals in den USA umfasst Tanglewood, Taos, Banff, Sarasota, Richmond, Staunton und Token Creek, Wisconsin.. Für mehrere Jahre wirkte er im Emmanuel Music Bach Cantata Zyklus in Boston mit, u.a. unter Craig Smith, Seiji Ozawa, und John Harbison.

Mit einem Fulbright Stipendium ausgestattet verbrachte Tim Sumers das Jahr 05/06 als Artist- in-Residence am Dänischen Institut für Elektroakustische Musik in Aarhus und hat sich mehrere Jahre, auch zusammen mit Steve Nachmanovitch, mit Improvisation und Musikprogrammierung beschäftigt. Er hat außerdem einige Jahre lang als Lehrer und Softwareentwickler für pädagogische Mathematiksoftware am University of Virginia’s Center for Technology and Teacher Education gearbeitet.

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